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und habe mich direkt in diesen wunderschönen Kater verliebt. Meine Mitbewohner fanden ihn auch ganz toll und so haben wir uns bei ihm beworben ;-) Zum Glück war es nicht nur bei mir Liebe auf den ersten Blick, sondern auch bei Moritz. Also zog er bei uns ein.
Moritz hat diese Zeit in seinem 180 qm Revier sehr genossen. Leider ist es in WGs ziemlich genau so, wie man es aus den unzähligen Klischees kennt. Keiner fühlt sich für irgendetwas verantwortlich und wenn es allen Bewohnern in den Sinn kam, am Wochenende wegfahren zu wollen, wurde kein Gedanke daran verschwendet, wer sich denn wohl in der Zeit um Moritz kümmert. Tja, die einzige Person, die in dieser chaotischen Gemeinschaft immer zu Hause blieb, damit Moritz versorgt wurde, war ich.
Im August 2003 zog ich aus der WG aus und nahm Moritz mit, da nicht damit zu rechnen war, daß er dort vernünftig versorgt wird und ich auch nicht ohne meinen herzensguten, bekloppten Kater leben wollte.
Ich dachte, daß es für Moritz hart wird, von einer 180qm Wohnung mit unzähligen Leuten in eine 56qm Wohnung mit mir alleine zu ziehen. Aber wie immer hat mich mein Süßer überrascht. Er hat es anfangs sehr genossen, mit mir alleine zu sein und wurde zutraulich wie nie zuvor.
Nur mir ging es immer schlechter damit. Ich hatte ständig ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal länger arbeiten mußte oder abends mal weggehen wollte. Also beschloß ich im Frühling 2003, daß Moritz einen Gefährten bekommen soll. Allerdings habe ich mir große Sorgen gemacht, ob das funktionieren wird. Wir hatten Moritz mal für einen Tag zu Nachbarn gegeben, weil bei uns eine große Fete war und das für ihn einfach zu viel Trubel gewesen wäre. Die haben auch zwei Katzen. Das war eine einzige Katastrophe. Er hat den ganzen Tag geheult und geweint, wenn er die anderen Katzen gesehen hat. In der Katzennothilfe war er auch in Einzelhaft, weil es mit den anderen Katzen gar nicht ging. Also war die Idee, eine zweite Katze zu holen, ein großes Wagnis.
Tja und dann kam Murphy...
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